INFORMATIONEN

INFORMIEREN SIE SICH RECHTZEITIG

Informieren Sie sich beim Deutschen Wetterdienst, sowie bei Ihrem regionalen Wettervorhersagedienst. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat zum Thema Objektschutz die Hochwasserschutzfibel heraus gegeben. Auch der GDV, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft informiert Sie umfassend. Mit Hilfe des Hochwasser-Checks der GDV können Sie ermitteln, welche Schäden in der Vergangenheit in der Umgebung des Gebäudes entstanden sind.

RISIKOGEBIETE AUF DEN ERSTEN BLAUEN BLICK

DIE HOCHWASSERGEFAHRENKARTEN

Hochwassergefahrenkarten zeigen auf den ersten Blick die Überflutungsbereiche der Bäche und Flüsse, von denen eine potentielle Gefahr ausgeht.

Diese Informationen sind für Hausbesitzer nützlich, damit sie eine grundsätzliche Gefährdung ihres Standorts realistisch einschätzen können.

Zu den Hochwassergefahrenkarten

GESETZLICH FESTGELEGTE ÜBERSCHWEMMUNGSGEBIETE

Die Länder sind gesetzlich verpflichtet, entlang der Gewässer Überschwemmungsgebiete gesetzlich auszuweisen. Grundlage bilden die Überflutungsflächen eines Hochwassers, das statistisch alle 100 Jahre auftritt. Für diese Gebiete gelten rechtliche Einschränkungen bzw. besondere Schutzvorschriften und dienen u.a. als Grundlage für die Bauleitplanung der Kommunen.

Informationen darüber, ob Ihr Gebäude im Überschwemmungsgebiet liegt, erhalten Sie im Internet sowie bei den Kreisverwaltungen und Kommunen.

VERHALTEN
TIPPS FÜR IHR VERHALTEN - VOR-, WÄRHEND-, und nach einer Überflutung!

Wichtig ist, während eines Ereignisses zu wissen was tun ist und vorbereitet zu sein. Handeln Sie daher bereits im Vorfeld und bereiten Sie sich vor.

 

HANDELN IM VORFELD

  • - Informieren Sie sich darüber, ob Sie in einem Überschwemmungsgebiet leben

  • - Schützen Sie ihr Haus mit effektiven Objektschutzmaßnahmen

  • - Räumen Sie wertvolle Gegenstände aus den gefährdete Bereichen. (Denken Sie auch an persönliche Dokumente und Fotos. Lagern Sie Lacke, Farben, Pflanzenschutzmittel und andere gefährliche Chemikalien außerhalb der Bereiche, die vom Wasser erreicht werden können!)

  • - Planen Sie Ihre Notfallversorgung und bereiten Sie ein Notfallgepäck vor.

  • Sprechen Sie die Aufgabenverteilung im Ernstfall mit allen Familienmitgliedern und ggf. den Nachbar*innen ab. (Hier könnte ein Notfallplan bereitgestellt werden)

 

Sie möchten Unterstützung bei der Vorbereitung?

Bekommen Sie eine erste Gefährdungseinschätzung mit dem Quick-Check und Sachkundige Beratung mit dem Hochwasser-Pass!

 

HANDELN, WENN DAS WASSER SCHON DA IST

  • - Gehen Sie bei Hochwasser unter keinen Umständen in Keller, Souterrain, Tiefgaragen! Bereits ab wenigen Zentimetern Wasserhöhe lassen sich die Türen nicht mehr öffnen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, einen tödlichen Stromschlag durch bodennahe Steckdosen oder ungesicherte Leitungen zu bekommen. Dieses Fehlverhalten zählt zu einer der meisten Unfallursachen, meist mit Todesfolge.

  • - Verfolgen Sie während eines Ereignisses über Radio und TV die aktuellen Meldungen und Warnungen! Informieren Sie Mitbewohnerinnen und Nachbarinnen!

  • - Im Notfall geht Menschenrettung immer der Erhaltung von Sachwerten vor! Soweit möglich, bringen Sie Ihre Kinder und hilfebedürftige Personen außerhalb der gefährdeten Gebiete in Sicherheit. Denken Sie auch an Ihre Haustiere. Bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr!

  • - Fahren Sie nicht zum Fluss oder in überflutete Bereiche. „Hochwassertourismus“ gefährdet Ihre Sicherheit und behindert die Einsatzkräfte. Beachten Sie Absperrungen und Anweisungen der Einsatzkräfte. Betreten Sie keine überfluteten Straßen und Uferbereiche! Sie können unterspült sein!

 

NACH EINEM EREIGNIS

  • - Lassen Sie nach einem Hochwasser die beschädigte Bausubstanz prüfen.

  • - Achten Sie auf eine sachgerechte Entsorgung verunreinigter Möbel.

  • - Verzehren Sie kein Obst und Gemüse aus überfluteten Gebieten.

  • - Informieren Sie die Feuerwehr, wenn in Ihrem Haus Farben, Lacke oder Heizöl ausgelaufen sind.

OBJEKTSCHUTZ
DIESE SCHUTZMAßNAHMEN KÖNNEN SIE PRÄVENTIV UMSETZEN

Es gibt eine Fülle von baulichen Schutzmaßnahmen, abhängig von der Bauart des Hauses, der Lage des Grundstücks und der Beschaffenheit des Baugrundes.

Grundsätzlich kann zwischen mobilen und fest installierten Schutzmaßnahmen unterschieden werden. Beim Einbau ist wichtig, dass die Wahl mobiler Maßnahmen mit dem eigenen Know-how und der Kapazität, diese im Hochwasserfall fachgerecht aufzubauen, verbunden sein muss. Bei Starkregenereignissen gibt es meist nur eine geringe Frühwarnzeit, die für das Montieren der Maßnahmen nicht ausreichen kann, vor allem, wenn die Bewohner*innen beim Eintritt des Ereignisses nicht zu Hause sind. Auch für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen stellt das schnelle und fachgereichte montieren der Maßnahmen schnell ein Problem dar. Hierfür sollten Nachbarschaftshilfen organisiert werden. Beim Einsatz von mobilen Schutzmaßnahmen sollte der Einsatz gut geplant und regelmäßig geübt werden. Oftmals sind fest installierte Schutzmaßnahmen die bessere Wahl.

 

Wir stellen Ihnen eine Auswahl hier vor:

  • - Realisieren Sie eine Rückstausicherung gegen aus der Kanalisation eindringendes Wasser.

  • - Schaffen Sie Barriere Systeme, z.B. Bodenschwellen, insbesondere bei Gebäuden, die in Geländesenken liegen.

  • - Installieren Sie mobile Schutzelemente wie Fensterklappen und Wasserbarrieren sowie Aufkantungen an Lichtschächten und Kellereingängen.

  • - Sorgen Sie – je nach Grundstücksbeschaffenheit – für Maßnahmen zur Wasserversickerung und Speicherung (z.B. Mulden, Entsiegelung, Zisternen, Dachbegrünung)

  • - Überprüfen Sie Rohrdurchführungen und realisieren Sie bauliche Maßnahmen („Weiße Wanne“) u.a. gegen drückendes Grundwasser.

  • - Regenrinnen regelmäßig reinigen und überprüfen. Bei der Ableitung ist es besonders wichtig, dass das Wasser vom Haus weg geführt wird, damit kein Wasser in das Gebäude eindringen kann, oder die Fassade beschädigt.

Weitere wichtige Schutzmaßnahmen:

  • - „Hochlagern“ von elektronischen Geräten im Keller (z.B. Waschmaschine auf Regal)

  • - Sichern Sie Ölöfen und Heiztanks. Sie stellen die höchste Schadensumme bei Kellern dar und belasten die Umwelt durch auslaufendes Öl.

  • - Vermeidung von niedrigen Steckdosen sowie elektrischen Leitungen im Keller oder Souterrain/Tiefgarage.

 

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat zum Thema Objektschutz die Hochwasserschutzfibel heraus gegeben.

 

Sie wissen bereits mit welchen Maßnahmen Sie Ihr Gebäude schützen wollen?

Das HKC gibt eine Übersicht über die Produkte und Kontakt zu den Herstellern.

 

Sie wünschen sich Unterstützung?

Mit dem Hochwasser-Pass bekommen Sie eine sachkundige Beratung und Empfehlungen für passende Maßnahmen

RISIKO
KENNEN SIE IHR RISIKO UND SEIEN SIE VORBEREITET

Vergewissern Sie sich, ob und wie Sie gegen die Folgen von Starkregen, Hochwasser und Rückstau versichert sind (Elementarschadenversicherung). Naturgefahren sind weder bei der Gebäudeversicherung noch bei der Hausratversicherung im Standard mitversichert.

 

REALISTISCHE RISIKOEINSCHÄTZUNG

Werden Sie aktiv, denn das Risikobewusstsein ist in der Bevölkerung zu gering und das persönliche Risiko wird unterschätzt.

Ausführliche Standort- und Objektanalysen, das Wissen um potentielle Gefahrenquellen und ein adäquater Versicherungsschutz ermöglichen eine realistische Risikoeinschätzung.

 

WAS BEDEUTET ZÜRS?

ZÜRS ist die Abkürzung für „Zonierungssystem für Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen“

Der Begriff ZÜRS wird von der Versicherungswirtschaft zur Einschätzung der Hochwassergefährdung genutzt. Auskunft über die Gefahreneinstufung und Versicherungsbedingungen Ihres Gebäudes erteilt Ihnen Ihr Versicherungsunternehmen.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV):